Regeneration als Unterstützung für das Pferdetraining

Wer kennt sie nicht, die Dinge wie den “Bauch weg Gurt” oder ähnliche ominöse Trainingsgeräte, die man ab und zu im Teleshopping oder auf der ein oder anderen Internetseite findet. Wie schön wäre das, wenn es so einfach wäre und man scheinbar ganz ohne Mühe einen Trainingsfortschritt erreichen könnte …. Es hilft alles nichts, denn um Muskeln zu trainieren und Kondition aufzubauen muss man eben regelmäßig trainieren. Das gilt natürlich nicht nur für den Menschen, sondern ganz besonders auch für unsere Pferde. Sie brauchen einen guten Muskelapparat, um uns auf ihrem Rücken tragen zu können ohne dabei gesundheitliche Schäden davon zu tragen. Aber welche Rolle spielt dabei eigentlich die Regeneration im Pferdetraining?

Warum ist Regeneration wichtig?

Was viele nicht wissen: Mindestens genauso wichtig wie das korrekte Training sind auch die Regenerationsphasen, in denen sich der Körper erholen kann! Durch Belastungen werden die Muskeln gereizt und es entstehen außerdem “Abfallprodukte” des Stoffwechsels in den Muskelzellen. Stoffwechselprodukte, die nicht abgebaut werden, können zu einem erheblichen Leistungsabfall führen, denn sie beeinträchtigen die Sauerstoff Aufnahmefähigkeit des Blutes negativ. Wer nicht auf genügend Auszeiten achtet, riskiert außerdem Muskelkater, schnellere Ermüdung und sogar eine höhere Verletzungsanfälligkeit.

Über die optimale Länge von Trainingspausen gibt es unterschiedliche Meinungen. Fakt ist: auch eine zu lange Pause kann den Trainingsfortschritt negativ beeinflussen. Denn dann bleibt der gewünschte Effekt der Leistungssteigerung aus. Als Richtwert empfehlen Experten beim Menschen zum Beispiel eine Pause von 48-72 Stunden zwischen zwei gezielten Trainingseinheiten.

Aktive und passive Regeneration

Die Phase der Regeneration nutzt der Körper, um sein ursprüngliches “Gleichgewicht” wieder herzustellen. Stoffwechselprodukte in den Zellen werden abgebaut und abtransportiert und kleinere Risse oder Reizungen in den Muskeln können anfangen zu heilen. Diese bewusste Auszeit trägt dazu bei, dass Leistungsniveau des Körpers zu steigern. Dabei gibt es sowohl eine aktive als auch eine passive Art der Regenaration. Bei der passiven Regeneration wird dem Körper durch Ruhe und Enstpannung die Möglichkeit gegeben, seine “Reserven” wieder aufzufüllen. Bei der aktiven findet hingegen eine leichte körperliche Belastung statt, die im besten Falle nicht die gleichen Muskelgruppen trainiert, wie bei dem vorausgegangenen anstrengenden Training. Für ein Pferd könnte das z.B. eine lockere Runde an der Longe oder in der Führanlage als Kontrast zu einer Dressur- oder Spring-Einheit vom Vortag sein.

Unterstützung in der Regenerationsphase

Es gibt einige Hilfsmittel, die dabei helfen können, die Regenerationsphase zu unterstützen oder zu verkürzen. Beim Menschen können das z.B. schon ein Bad in der Badewanne oder eine angenehme Massage sein. Für Pferde sind in den letzten Jahren außerdem einige Produkte auf den Markt gekommen, die mit einer Art Magnetfeldtherapie arbeiten.

Kühlen oder Massieren

Eine der einfachsten Methoden, um auch Pferde bei ihrer Regeneration nach dem Training zu unterstützen, sind das Kühlen von Gliedmaßen (z.b. mit kühlem Wasser oder speziellen Salben/Gels) sowie das Massieren beanspruchter Muskelgruppen. Schon mit wenig Aufwand und Zeit kann somit jeder Reiter einen kleinen positiven Beitrag zur Erholung seines Pferdes leisten.

Und weil man zum Kühlen der Pferdebeine nicht ewig den Waschplatz blockieren möchte, gibt es auch hier natürlich ein paar praktische Helferlein. Von Kentucky gibt es z.B. seit kurzem die “Cryo Ice Boots”. Die Gamaschen verfügen über ein herausnehmbares Pad mit Gel, das man einfach in den Kühlschrank oder das Gefrierfach legen kann. Durch eine besondere Isolation halten die Gamaschen dann anschließend die Pferdebeine für mindestens 20 Minuten kühl. Dadurch lindern sie Schmerzen, helfen Ihrem Pferd, sich von Verletzungen zu erholen, verbessern die Durchblutung und lindern außerdem Entzündungen.

Die Firma Effol hat mit der med Linie ebenfalls ein paar vielversprechende Pflegeprodukte im Angebot. Das spezielle Cooling Wash oder Cooling Gel Spray versprechen genauso einen nachhaltigen, kühlenden Effekt. Und dann gibt es da natürlich noch die gute, alte Pferdesalbe. Diese untersützt die Regeneration nach dem Pferdetraining durch einen speziellen “Zwei-Phasen-Effekt”: angenehme Kühlung gefolgt von einer wohltuenden Erwärmung. Neben dem Pferd ist dieses Produkt außerdem auch für den Reiter super geeignet (falls nach der Springstunde oder einem längeren Ausritt mal wieder der Muskelkater zuschlägt).

Recuptex Technologie

Einen Begriff, auf den man in Zusammenhang mit Regeneration im Pferdetraining immer wieder trifft ist “Recuptex”. Der Name steht für ein innovatives, extrem feines Edelstahlgewebe, das die Strahlen des natürlichen Magnetfeldes des Körpers reflektiert. Dadurch werden unter anderem die Durchblutung und der Sauerstofffluss im Körper angeregt, was einen positiven Einfluss auf die Regenerationsfähigkeit und den Heilungsprozess hat. Somit sollen kleinere Beschwerden, wie Muskelverspannungen oder Rittigkeitsprobleme vermieden werden. Andererseits kann aber auch die Heilung von Mikrofrakturen oder Sehnenprblemen unterstützt werden.

Kentucky Horsewear hat mittlerweile eine ganze Kollektion mit Stallgamaschen, Bandagierunterlagen und einer Stalldecke aus dem besonderen Material auf den Markt gebracht. Durch dieses umfangreiche Produktprogramm sollen alle kleineren sowie größeren “Baustellen” des Pferdes optimal abgedeckt werden. Gerade die sensiblen Beine der Pferde, die besonders anfällig für Sehenverletzungen oder Gelenksentzündungen sind, oder der Rücken, wo schnell Verspannungen auftreten können, sollen dabei in ihrer Regeneration unterstützt werden.

Tipp: Im folgenden Video werden die Recuptex Technologie und ihre Anwendungsgebiete noch einmal genauer vorgestellt.

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